Platon - griechischer Philosoph, 427 - 347 v.Chr.
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Platons Höhlengleichnis - damals und heute
Platon (428-347 v.Chr.) lebte vor rund 2.500 Jahren in Griechenland
"Den Urheber und Vater dieses Weltalls aufzufinden ist schwer,
nachdem man ihn aber auffand, ihn zu verkünden, ist unmöglich."
(Zitat aus Platons Kosmologie Timaios 28/V,154)
Platon beschreibt in seinem Höhlengleichnis die Erleuchtung der
eleusinischen Mysterien. Vor jeder Initiation wurde jedoch ein Schweigegelöbnis abgelegt,
woran auch Platon gebunden war. Daher durfte er das eigene INNERE Erlebnis der Erleuchtung
AUSSEN nicht verkünden.
So schrieb er seine Erkenntnis einfach als Kehrwert auf - das Höhlengleichnis als Story
für die Blinden.
Eine Erleuchtung vom Urheber und Vater der Schöpfung ist immer INNEN hinter der eigenen
Haut, während die Sinnesorgane der Blinden nur nach AUSSEN gerichtet sind und daher
auch nur die Beleuchtung der äußeren Dinge erkennen, beschreiben und lehren können.
Die Hindus nannten so etws "Maya" (Sanskrit: Täuschung, Illusion), eine Krankheit,
die nur INNEN durch Meditation geheilt werden kann. Und für Meister Eckhart
(1260-1327) - Mystiker und Theologe - war es die
Erleuchtung der Seele INNEN durch GOTT.
Höhlen damals und heute: - Akademie = Garten - heute überfüllte Uni mit
Leistungsdruck
Höhle mit Feuerstelle - heute Kino mit Klimaanlage und Stereo, Flachbildschirm und
Computer zuhause
Schatten auf der Höhlen Wand - heute action Filme im Kino, Werbefilme im TV und
politisches Gelaber in den Nachrichten klare Luft, saubere Flüsse, grüne Wälder,
gesunde Nahrung, Vogelgezwitscher - heute können wir uns an so etwas kaum erinnern
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Höhlengleichnis - Auszug aus Bertelsmann Discovery
Höhlengleichnis von Platon (in „Politeia“, Buch VII) entworfenes Gleichnis zur Veranschaulichung seiner Ideenlehre, ein visionäres Sinnbild der Lage des Menschen im Verhältnis zu dem, was am meisten (d. h. im eigentlichen Sinn) „ist“:
Gefangene ( = Menschen) sitzen unbeweglich gefesselt der Rückwand einer Höhle zugekehrt, auf der die Schattenbilder von Gerätschaften erscheinen, die vor einem in der Höhlenmitte brennenden Feuer vorübergetragen werden.
Die Menschen halten die Bilder für die Realität. Wird einer der Gefangenen befreit und umgewendet (Wirkung der Philosophie), so sieht er zunächst, geblendet, nichts, erst allmählich die Gerätschaften und das Höhlenfeuer in ihrer tatsächlichen Gestalt.
Im Aufstieg ans Tageslicht erkennt er langsam die Wirklichkeit.
Bei Rückkunft des Befreiten in die Höhle würde er von den anderen, die nur die Schatten kennen, nicht mehr verstanden (Schicksal des Philosophen) und verlacht.
© (Jahr) Bertelsmann Discovery
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Höhlengleichnis - Auszug aus Brockhaus CD
Das Höhlengleichnis (»Politeia«VII, 514) schildert dieses staatliche Erziehungsideal am Beispiel von Gefangenen in einer Höhle, aus der sie stufenweise zum Tageslicht (der Erkenntnis) umgewendet und hinaufgeführt werden.
Der Idealstaat zeichnet sich auch durch die Aufhebung des Privateigentums und durch Frauen- und Kindergemeinschaft bei den Kriegern und den Regierenden aus. Einen wichtigen Teil der »Politeia« bildet die Lehre von den Verfassungen und den Ursachen, aus denen die guten in schlechte entarten von der Monarchie beziehungsweise Aristokratie über Timokratie, Oligarchie, Demokratie bis hin zur Tyrannis (»Politeia«VIII, 543a 576b).
© 2002 Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG
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Höhlengleichnis - Auszug aus Microsoft Encarta
Im Höhlengleichnis beschreibt Platon Menschen, die tief im Inneren einer Höhle festgebunden sind, und zwar so, dass ihr Gesichtskreis eingeschränkt ist und sie einander nicht sehen können.
Das einzig Sichtbare ist die Höhlenwand, auf der die Schatten der Modelle oder Nachbildungen von Tieren und Gegenständen, die an einem hell brennenden Feuer vorbeigetragen werden, zu sehen sind.
Einem der Gefangenen gelingt es auszubrechen und sich aus der Höhle an das Tageslicht zu flüchten. Das Sonnenlicht macht es ihm nunmehr möglich, zum ersten Mal die wirkliche Welt zu sehen.
Er kehrt in die Höhle zurück und überbringt den anderen die Botschaft, dass alles, was sie bis dahin gesehen hätten, bloße Schatten gewesen seien und dass die wirkliche Welt sie erwarte, wenn sie gewillt seien, sich von ihren Fesseln zu befreien.
Die Schattenwelt der Höhle symbolisiert bei Platon die physische Welt der Erscheinungen. Der Ausbruch aus der Höhle in die sonnendurchflutete Außenwelt bedeutet den Übergang in die wirkliche Welt, die Welt des vollkommen Seienden, die Welt der Ideen, dem wahren Gegenstand der Erkenntnis.
© 1993-2003 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
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http://de.wikipedia.org/wiki/Höhlengleichnis
Inhalt des Gleichnisses [Bearbeiten]
Platon beschreibt einige Menschen, die in einer unterirdischen Höhle von Kindheit an so festgebunden sind, dass sie weder ihre Köpfe noch ihre Körper bewegen und deshalb immer nur auf die ihnen gegenüber liegende Höhlenwand blicken können. Licht haben sie von einem Feuer, das hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und ihren Rücken befindet sich eine Mauer. Hinter dieser Mauer werden Bilder und Gegenstände vorbeigetragen, die Schatten an die Wand werfen. Die „Gefangenen“ können nur diese Schatten der Gegenstände wahrnehmen. Wenn die Träger der Gegenstände sprechen, hallt es von der Wand so zurück, als ob die Schatten selber sprächen. Da sich die Welt der Gefangenen ausschließlich um diese Schatten dreht, deuten und benennen sie diese, als handelte es sich bei ihnen um die wahre Welt.
Platon (bzw. Sokrates) fragt nun, was passieren würde, wenn man einen Gefangenen befreien und ihn dann zwingen würde, sich umzudrehen. Zunächst würden seine Augen wohl schmerzlich vom Feuer geblendet werden, und die Figuren würden zunächst weniger real erscheinen als zuvor die Schatten an der Wand. Der Gefangene würde wieder zurück an seinen angestammten Platz wollen, an dem er deutlicher sehen kann.
Weiter fragt Platon, was geschehen würde, wenn man den Befreiten nun mit Gewalt, die man jetzt wohl anwenden müsste, an das Sonnenlicht brächte. Er würde auch hier zuerst von der Sonne geblendet werden und könnte im ersten Moment nichts erkennen. Während sich seine Augen aber langsam an das Sonnenlicht gewöhnten, würden zuerst dunkle Formen wie Schatten und nach und nach auch hellere Objekte bis hin zur Sonne selbst erkennbar werden. Der Mensch würde letztlich auch erkennen, dass Schatten durch die Sonne geworfen werden.
Erleuchtet würde er zu den anderen zurückkehren wollen, um über seine Erkenntnisse zu berichten. Da sich seine Augen nun umgekehrt erst wieder an die Dunkelheit gewöhnen müssten, könnte er (zumindest anfangs) die Schattenbilder nicht erkennen und gemeinsam mit den anderen deuten. Aber nachdem er die Wahrheit erkannt habe, würde er das auch nicht mehr wollen. Seine Mitgefangenen würden ihn als Geblendeten wahrnehmen und ihm keinen Glauben schenken: Man würde ihn auslachen und „von ihm sagen, er sei mit verdorbenen Augen von oben zurückgekommen“. Damit ihnen nicht dasselbe Schicksal zukäme, würden sie von nun an jeden umbringen, der sie „lösen und hinaufbringen“ wollte.
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