In Platons Höhle ist es finster.  

Auf einem Waldweg im Hamburger Volkspark finden wir einen abgebrochenen Ast.
Zuhause untersuchen wir den Ast unter dem Mikroskop. Es sind Zellen. Mit einem Chemiebaukasten erkennen wir - es sind ganz normale Moleküle und Atome.

Einen klizekleinen Teil untersuchen wir dann wie in Platons Höhle tief unter der Erde
unter dem Hamburger Volkspark - bei Desy. Und jetzt wissen wir es genau:

Die Schönheit und Vielfallt der Wälder und des Lebens auf der Erde kann nur Einbildung sein. Denn im Weltall besteht alles als mathemathische Wahrscheinlichkeiten aus den Schatten der Quarks und Gluonen, zwischen denen Photonen und Neutrinos als helle Nebel herum hüpfen.

Aus dieser Schattenwelt, fernab von Tageslicht, Naturerlebnis und Verantwortung,
erwuchs eine globale Religion - das objektive, mathematisch-physikalische Weltbild.

Siehe Text: Platons Höhlengleichnis   und   Das Fenster


Was Sinne als Impulse wahrnehmen, ist physikalisch richtig,
aber die ursprüngliche Bedeutung der Sinndaten und die Deutung der Bedeutung sind nicht identisch.
Die moderne Wissenschaft hat herausgefunden, daß unser Gehirn denkt und Bewußtsein macht.
Die Bestandteile des Gehirns wie Neuronen, Neurotransmitter oder Synapsen usw. können nach dem heutigen wissenschaftlichen Erkenntissen selber nicht denken. Sie sind nur Physik oder Chemie. Wie Denken und Bewußtsein funktioniert, wissen wir nicht. Wir
können nur physikalische und chemische Strukturen oder mit EEG elektrische Abläufe erforschen und mit Formeln beschreiben.
Aber das ist Physik und kein Bewußtsein.
Die moderne Wissenschaft hat sehr viel herausgefunden
und beschreibt dann alles objetiv mit Maßen, Zahlen und Formeln. So funktionieren wir heute in einer objektiven Welt voller Objekte, die wir selber geschaffen haben.

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