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Der Begriff Paradigma wurde 1922 für ein Denkmuster eingeführt, -
das die herrschende wissenschaftliche Orientierung einer Zeit prägt. Ein Paradigma ist wie
ein großer Passagierdampfer auf See, auf dem man sich zwar frei bewegen, den man
aber während der Fahrt nur unter Lebensgefahr verlassen kann. In Europa galt bis in die
Neuzeit hinein die Genesis der Bibel und der Machtanspruch der katholischen Kirche auf die
alleinige Wahrhheit.
Astronomische Kenntnisse - wurden bis in die Antike hinein mündlich an
Eingeweihte weiter gegeben, die sich verplichteten, ihr
Wissen nie weiter zu geben oder
aufzuschreiben.
So gibt es z.B. von Pythagoras (580-496 v.Chr) - selber keine Aufzeichnungen.
Man weiß nur von seiner Schule, daß er sich mit den Prinzipien des Begrenzten und
Unbegrenzten,
einer Sphärenmusik, mit Harmonien und der Seele des Menschen befaßten, die vom Leib
unterscheidbar ist.
Grafik: Der Satz des Pythagoras
Trotzdem gab es bis zur Datumswende neben vielen Kriegen auch einen geistigen Austausch
zwischen den Völkern, der aber mit dem Aufkommen des Christentums erlösch.
Noch zu Newtons Zeiten (1643-1727) war die Welt von Gott erschaffen.-
Der Raum war ewig und die Zeit verlief gleichmäßig dahin. Es gab den unveränderlichen
Fixsternhimmel und nur einige Wanderstern (Planeten), die ihre Position veränderten. Aber
es hatte sich einiges verändert. Kolumbus hatte 1492 Amerika entdeckt und Kopernikus
(1473-1543) die Sonne inzwischen wieder an ihren alten Platz gerückt.
Newton betrachtete das Universum noch als einen Geheimtext, - den der Allmächtige
hinterlassen hat. Newton beschäftigte sich überwiegend mit Astrologie, Alchemie und
Symbolik, siehe
Zitat Keynes. Er hatte vermutlich nicht vorgesehen, ein totes
mechanische Weltbild zu schaffen. Leibniz (1646-1716) hat die Entwicklung vielleicht geahnt
und mochte Newtons Determination nicht, weil sie als zwangsläufige Bestimmtheit Gott keine
Freiheit ließ. Und so ist es dann auch gekommen.
Mit dem neuen Wissen, wie Materie in Energie umgewandelt und genutzt werden kann, -
entstand eine maschinelle Evolution, die bis heute anhält. Menschen züchten, bauen und
pflegen Maschinen, die sie mit Kohle oder Oel füttern und das geologische Gedächtnis der
Erde langsam
durch chemische und radioaktive Produkte ersetzen.
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